Schluss mit Weihnachtsstress! 5 typische Weihnachtsaktivitäten und wie du sie entspannt mit Kindern feierst!

Die Weihnachtszeit mit Kindern soll schön, liebevoll und magisch sein – und wird trotzdem oft zur stressigsten Zeit des Jahres. Überall Ideen, To-dos und Erwartungen. Aber was, wenn es auch anders geht? In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du die Vorweihnachtszeit mit deiner Familie entspannt, echt und ganz ohne Druck genießen kannst – mit Liebe statt Perfektion.

So gestaltest du eine entspannte Weihnachtszeit mit Kindern

Wenn ich im Internet nach „Weihnachtszeit mit Kindern“ suche, werde ich überflutet von tausenden Ideen, was ich als Mama alles tun könnte, sollte oder sogar müsste, damit meine Kinder eine schöne Weihnachtszeit haben. Ich soll mit ihnen basteln, dekorieren, liebevolle Adventskalender selbst befüllen und auch noch gestalten. Dann wären da noch gemeinsame Backaktionen, Ausflüge und Events, die ich mit meinen Kindern machen sollte. Ich möchte dir heute ein klares und lautes: SCHLUSS DAMIT! zurufen! Und dir ein paar Tipps geben, wie dieses Jahr die Weihnachtszeit für euch schön UND entspannt werden kann und wie ihr euren Weg findet 😊

Zusammen mit dir schaue ich mir erstmal alle typischen Weihnachtsaktivitäten an, die Familien gerne machen, und versuche hier Tipps zu geben, wie ihr die Aktivitäten so gestalten könnt, dass sie zu euch und eurem Familienalltag passen!

Plätzchen backen mit Kindern – stressfrei genießen statt im Weihnachtschaos versinken

Plätzchen gehören für mich zu Weihnachten dazu, und ich liebe es, Plätzchen zu backen. Aber ich verzettle mich dann gern. Bevor ich losbacke, mache ich mir gerne eine Liste, welche Sorten ich unbedingt backen möchte, und am Ende weiß ich manchmal gar nicht mehr, wie ich das alles schaffen soll. Damit dir das nicht so geht, hier ein paar Denkanstöße, die dir vielleicht helfen:

  1. Setze Prioritäten – du bist keine Konditorin, die Kunden mit deiner Vielfalt zum Kauf deiner Kekse motivieren muss. Frage zunächst alle Familienmitglieder nach ihren Lieblingssorten, und dann werden eben erstmal nur diese gebacken!

  2. Wenn dich Backen mit Kindern eher etwas stresst und du aber total entspannen kannst, wenn du alleine backst: dann backe allein! Es muss für alle schön sein – auch für dich! Und wenn deine Kinder aber so gerne backen möchten? Dann kannst du ja eine Sorte mit ihnen zusammen backen oder vielleicht die Oma/den Onkel/etc. einspannen, um mit den Kindern zu backen.

  3. Du backst eigentlich gar nicht gerne, findest es stressig und/oder hast dafür einfach keine Zeit? Das ist völlig ok und auch kein Problem: Dann gibt es eben einen kleinen Kekse-Shopping-Ausflug, und ihr kauft eure Lieblingsplätzchen ein – im Supermarkt oder beim Bäcker eures Vertrauens! Je nach Budget 😊

Adventssonntage mit Kindern – Rituale, die wirklich zu eurer Familie passen

Wie wurden in deiner Kindheit die Adventssonntage gefeiert? Bei uns stand ein Adventskranz auf dem Tisch, und am Nachmittag wurden die Kerzen feierlich angezündet – dazu gab es Plätzchen und Tee. Das war einfach und wunderschön – aber eben auch nicht für jeden passend. Meine Kinder haben es nicht so mit der Besinnlichkeit, und mein Mann hat wenig übrig für Rumsitzen und Kekse essen. Vielleicht ist es bei euch ähnlich? Deshalb auch hier ein paar Ideen, wie ihr die Adventssonntage zusammen feiern könntet, aber natürlich nicht müsst. Kein Kind hat eine schlechte Kindheit, weil ihr nicht so auf Adventssonntage steht! Wenn doch, dann weiterlesen:

  1. Besinnlich und ruhig: Gerade für Familien, die die Ruhe zu schätzen wissen und bei denen im Alltag wenig gemeinsame Zeit zur Verfügung steht, ist das Einfache manchmal das Passende. Setzt euch zusammen, genießt euer liebstes Heißgetränk zusammen und knabbert ein paar Kekse. Eine schöne Kerze an, und dann wird ein wenig erzählt. Wie war die Woche? Was steht an? Worauf freut ihr euch? Welche Wünsche habt ihr?

  2. Für Spiele-Kinder: Macht aus dem Adventssonntag einen Spielesonntag! Ein oder zwei Brettspiele, eine Runde Familien-Mario Kart oder eine andere Spielform, die zu euch passt. Dazu ein paar Leckereien, und schon habt ihr eine schöne Zeit zusammen – so machen wir das gern!

  3. Für Tüftler: Ihr habt Lego-Fans in der Familie oder seid eine begeisterte Lego-Familie? Dann könntet ihr auch zusammen Lego bauen! Wir haben hier einige Sets vom Weihnachtsdorf und bauen das gerne in der Adventszeit zusammen auf 😊

  4. Für hibbelige Kinder: Eure Kinder sind noch klein und/oder sitzen nicht gern still rum? Dann könnte ein Adventsspaziergang das Richtige für euch sein! Thermoskanne füllen, Kekse in ’ne Box und los geht’s!

Adventskalender in der Weihnachtszeit mit Kindern – liebevoll statt aufwendig

Adventskalender – ich finde sie so schön und habe wundervolle Kindheitserinnerungen dazu! Mein Bruder und ich hatten kleine Jute-Säckchen, und allein bei dem Geruch von Jutestoff bekomme ich Weihnachtsfeeling. Meine Kinder bekommen seit der Geburt unseres Sohnes beide den gleichen Säckchen-Kalender, den ich selbst befülle, und darauf freue ich mich auch jedes Jahr – denn das macht mir Spaß. Das muss aber nicht genauso für dich gelten, daher hier ein paar Tipps, wie Adventskalender bei euch aussehen könnten, die genau zu euch passen:

  1. Kein Stress beim Selbstbefüllen! Dir fällt nichts so recht ein oder es wäre zu teuer? Süßigkeiten tun es auch! Bitte nur nicht zu billigem Plastikspielzeug greifen, nur um ihn vollzubekommen. Das geht meistens eh nach zweimal Spielen kaputt und landet im Müll. Hier kannst du übrigens auch toll auf ein Lego- oder Duplo-Set zurückgreifen und das auf die Tütchen verteilen – das liebt unser Sohn jedes Jahr 😉

  2. Du hast keine Lust aufs Selbstbefüllen? Völlig nachvollziehbar! Dann gibt es eben einen passenden gekauften Adventskalender – es gibt tolle Kalender von Lego oder auch vom Lieblingshersteller für Naschereien.

  3. Du bist eher minimalistisch unterwegs, bist kein Fan von Zucker und möchtest Müll vermeiden? Auch für euch gibt es tolle, nachhaltige Adventskalender – die auch noch schön anzusehen sind. Ich habe einen für euch gezaubert – aus liebevoll gestalteten Holz-Plätzchen mit alltagstauglichen Familienaufgaben, vielleicht passt er ja zu euch?

  4. Kein Budget für teure Adventskalender? Ein günstiger Schokoladenkalender tut es natürlich auch! Ihr könnt das Öffnen der Türen zu einem liebevollen Ritual machen – so wird aus einem Stückchen Schokolade eine Erinnerung fürs Leben! Vielleicht dazu immer ein Weihnachtslied singen? Oder versuchen, das Motiv zusammen zu erraten? Vielleicht eine kleine Geschichte passend zum Motiv ausdenken? Ihr findet bestimmt das richtige kleine Ritual für eure Familie!

Nikolaus mit Kindern feiern – klein, herzlich und ohne Geschenkestress

Tatsächlich kam bei uns früher ein „echter“ Nikolaus, während mein Mann einfach die Schuhe rausgestellt hat. In den letzten Jahren werden viele Feste immer größer, und viele Eltern können und wollen da nicht mithalten. Das kann ich verstehen, denn mir geht es da ähnlich. Ein Handy zum Nikolaus? Das ist mir persönlich too much, aber wenn es zu euch passt, dann ist das für euch richtig. Wenn es für euch aber nicht so passt, dann weiterlesen, um zu erfahren, wie ihr Nikolaus zu eurem kleinen Festtag machen könnt!

  1. Wann kommt der Nikolaus? Bei vielen kommt er, wie auch bei meinem Mann, über Nacht. Meistens ist aber am Tag nach Nikolaus Schule, und so ist morgens meistens keine Zeit, um die Gaben zu bewundern. Deshalb plädiere ich dafür, dass der Nikolaus einfach abends kommt – was meinst du?

  2. Ihr wollt unbedingt einen „echten“ Nikolaus? Dann müsst ihr schnell sein – denn es gibt immer weniger Menschen, die diesen Job machen, und die sind schnell ausgebucht. Am besten und günstigsten ist es, wenn sich mehrere Familien zusammentun. Ob ihr nun im größeren Familienkreis feiert oder eine Party mit befreundeten Familien veranstaltet: Die Kosten aufzuteilen und das Erlebnis ebenso bringt nur Vorteile!

  3. Muss es denn ein echter Nikolaus sein? Nein! Es ist sicher eine spannende Erfahrung für Kinder, aber auch hier gilt: Wenn es nicht zu euch passt, dann kann man wunderbar Nikolaus feiern, ohne dass ein verkleideter Nikolaus im Türrahmen steht. Bestimmt habt ihr Familie, Nachbarn oder Freunde, die gerne zu einer vereinbarten Zeit eure Gaben vor eure Tür legen!

  4. Ein kleiner Tipp für Geschenke: Legt am besten vorher fest, was der Nikolaus bringt! Gibt es ausschließlich etwas zu Naschen, dann können sich eure Kinder vielleicht ihre Lieblingsnascherei wünschen! Gibt es etwas zum Spielen, dann macht vorher deutlich, dass es z. B. nur ein kleines Spielzeug gibt. Bei uns bringt der Nikolaus grundsätzlich nur Bücher und/oder eine CD. Da kaufen wir gern gebraucht ein. Alles ist erlaubt und macht den Kindern Freude – vor allem, wenn sie wissen, worauf sie sich einstellen können 😊

Basteln in der Weihnachtszeit mit Kindern: Wenn’s passt – und wenn nicht, ist’s auch okay

Weihnachtsbasteln! Gibt’s in der Kita und in der Schule. Oft auch bei verschiedenen Vereinen, und natürlich basteln auch viele gern zuhause. Als unsere Kinder noch klein waren und ich auch noch nicht gearbeitet habe, habe ich auch gern und viel mit unseren Mäusen gebastelt. Damals hat das gut reingepasst. Heute sind unsere Kids schon größer, und ich habe mit dem Weihnachtsgeschäft immer viel zu tun. Daher basteln wir nun weniger, und das ist völlig ok!

 Was ihr in der Vorweihnachtszeit zusammen macht, darf zu euch passen, und was für die eine Familie super ist, passt für die andere eben so gar nicht. Deshalb gibt es beim Basteln auch keine Tipps, wie ihr das am besten umsetzt, denn vielleicht wollt ihr das ja auch einfach ausfallen lassen! Dann lieber eine schöne Geschichte vorlesen oder ein Spiel zusammenspielen. Oder einen Spaziergang machen. Oder zusammen an der Konsole zocken. Oder gemeinsam Lego bauen. Oder. Oder. Oder…. 😊

Solltet ihr doch basteln wollen, dann wähle immer Bastelideen, die wirklich für das Alter deiner Kinder passen. Sonst gibt es Ärger und Frust auf beiden Seiten!

Weihnachts-Events mit Kindern – schöne Erlebnisse ohne Stress und Pflichtprogramm

Ich liebe ja eigentlich Bucketlisten – aber nicht, weil ich sie unbedingt komplett abarbeiten möchte, sondern einfach als kleine Inspiration! Was könnte ich mit meiner Familie machen? Worauf hätten wir Lust?

Viele Mamas und Papas lassen sich aber gern von solchen Listen eher stressen. Ihr solltet unbedingt Schlitten fahren in der Vorweihnachtszeit, weil das ist ja sooo schön! Ja, das kann es sein – wenn alle Schnee und Kälte mögen, ein Schlittenberg vorhanden ist und vor allem: wenn Schnee liegt! Oder gießt eure Weihnachtskerzen zusammen! Tolle Idee, wenn alle auf so was Lust haben und das Geld und die Zeit da sind! Aber das ist eben häufig nicht gegeben, und das ist auch nicht schlimm.
Also: Weg mit zu hohen Erwartungen! Weg mit allem, das folgende Phrasen beinhaltet:

  1. Das haben wir früher auch immer so gemacht!

  2. Aber das war doch letztes Jahr so schön!

  3. Also bei uns ist das immer das Highlight!

  4. Aber fehlt dann nicht was, wenn ihr XY nicht macht?

  5. Das müsst ihr unbedingt machen!

  6. So schafft ihr Erinnerungen fürs Leben!
    Fällt euch noch mehr ein? Mir gerade nicht!

Aber es gibt so viele dieser typischen Sätze, die einer Mama oder einem Papa suggerieren, dass das ein absolutes Pflichtprogramm ist, und wenn ihr das nicht macht, dann haben eure Kinder keine glücklichen Erinnerungen. So ein Blödsinn! Ich erinnere mich tatsächlich kaum daran, wie es war beim Schlittschuhlaufen, aber an die kleine Auszeit mit Plätzchen neben einem duftenden Tannenkranz! Also: Erinnerungen entstehen nicht unbedingt bei den tollsten und größten Aktionen, sie entstehen meist im kleinen Rahmen – wenn ihr euch im Alltagstrubel bewusst Zeit füreinander nehmt und gern kleine, machbare Rituale in eure Vorweihnachtszeit einbaut 😊

In diesem Sinne wünsche ich Euch und euren Familien eine entspannte und stressfreie Vorweihnachtszeit!

Alles Liebe,

Ines von kleinstigkeiten.de


❄️ FAQ: Entspannte Weihnachtszeit mit Kindern

1. Wie kann ich die Weihnachtszeit mit Kindern stressfreier gestalten?

Indem du dir erlaubst, Dinge auch mal wegzulassen. Du musst nicht alles machen, was andere Familien tun. Schau, was wirklich zu euch passt – ob Plätzchen backen, Basteln oder einfach gemeinsame Kuschelzeit. Weniger Perfektion, mehr Miteinander – das ist das Geheimnis für eine entspannte Weihnachtszeit mit Kindern.

2. Wie viele Aktivitäten sind in der Vorweihnachtszeit „normal“?

So viele, wie euch guttun. Es gibt kein richtig oder falsch. Wenn du merkst, dass es zu viel wird, dann darfst du bewusst „Nein“ sagen. Weihnachten mit Kindern soll sich gut anfühlen – nicht nach To-do-Liste.

3. Was kann ich tun, wenn mich das Basteln oder Backen stresst?

Dann ist das völlig okay! Du darfst entscheiden, was euch Freude macht. Vielleicht basteln oder backen die Kinder mal mit Papa, Oma oder Freunden – oder ihr lasst es einfach ausfallen. Es gibt so viele andere Wege, gemeinsam schöne Momente zu haben.

4. Wie kann ich den Advent mit Kindern schön gestalten, wenn sie nicht so auf „Besinnlichkeit“ stehen?

Dann macht’s auf eure Art! Adventssonntage müssen nicht immer ruhig und feierlich sein. Ihr könnt spielen, rausgehen, etwas bauen oder zusammen naschen. Wichtig ist, dass ihr gemeinsam Zeit verbringt – so entsteht Weihnachtszauber, ganz ohne Zwang.

5. Muss ich den Adventskalender unbedingt selbst befüllen?

Nein, natürlich nicht! Wenn du Freude daran hast – wunderbar. Wenn nicht, ist ein gekaufter Adventskalender genauso schön. Wichtig ist, dass du dich nicht unter Druck setzt. Kinder spüren, wenn du mit Freude dabei bist – egal, ob DIY oder gekauft.

6. Wie gestalte ich den Nikolaustag ohne Stress und Konsumdruck?

Legt vorher fest, was der Nikolaus bringt. Eine kleine Süßigkeit, ein Buch oder ein kleiner Wunsch – mehr braucht es nicht. Es geht nicht um große Geschenke, sondern um die Magie im Kleinen. Ein liebevolles Ritual bleibt länger in Erinnerung als jedes teure Geschenk.

7. Was tun, wenn andere Familien viel mehr „Weihnachtssachen“ machen als wir?

Vergleichen ist Gift für die Weihnachtsstimmung 😉. Jede Familie ist anders, und das ist gut so! Wenn ihr euch wohlfühlt, ist das das einzig Wichtige. Eure Kinder brauchen keine perfekte Deko oder 10 Weihnachtsmärkte – sie brauchen euch.

8. Welche kleinen Rituale machen die Weihnachtszeit besonders schön?

Es sind oft die einfachen Dinge: Kerzen anzünden, Plätzchen essen, zusammen spielen oder singen. Vielleicht ein Familienritual am Abend – ein Lied, eine Geschichte oder einfach ein Moment des Zusammenseins. Kleine Rituale machen die Weihnachtszeit mit Kindern besonders liebevoll und unvergesslich.

Verfasst von Ines Radtke am 06.11.2025 - Anregungen, Fragen Probleme? - Kontakt gerne über: info@kleinstigkeiten.de